Mobile- und Pervasive Learning
Die hier angeführten Beispiele zeigen, wie Kinder und Jugendliche - angeleitet durch die entsprechend fortgebildeten Pädagogen - lernen, selbständig ihre Mobilen Lernprojekte zu planen und zu organisieren, diese in Form von Entdeckunstouren und mobilen Spielen durchzuführen und die Ergebnisse schließlich gemeinsam auszuwerten und zu präsentieren. Hierzu wird das Mobile Lerning Exploration System (Moles) verwendet.
Im Kontext von mobilem Lernen wird auch der Begriff "Pervasive Computing" verwendet. Dieser meint, dass eine Vernetzung alltäglicher Lebenswelt mittels digitaler Technologie überall ermöglicht - jeweils vor Ort (jenseits von Schul- oder Ausstellungsräumen, oder der Räumlichkeiten in Jugendzentren, etc.). Neben einem PC oder Laptop an einem festen Ort (etwa in der Schule oder dem Jugendzentrum) verwenden Kinder und Jugendliche ihr Smartphone (ein Mobiltelefon mit Zugang zum Internet via WLAN oder Internet).
Mit dem Moles-Creator (einer webbasierten Applikation) erstellen Sie Inhalte für Multimediale Interaktive Arbeitsbögen (MIA) am Computer.
Die MIA bestehen aus einem System, in dem eigenständig erstellte Fragen und gesammelte Informationen in besonderer pädagogischer Weise Exkursionen oder mobile Lernspiele strukturieren.
Mit dem Moles-Player, einer webbasierten Anwendung für moderne Mobiltelefone (sogenannte Smartphones), können MIA auf denselben ausgeführt werden. Beim mobilen Lernen mit dem Moles-Player beantworten Lernende Fragen im Kontext reichhaltiger physischer Erlebnisse vor Ort (im Biotop, Betrieb, urbanen Raum, Museum, etc.) und speichern bei der Verwendung ihreBeobachtungen bzw. Ergebnisse. Im Moles-Player integrierte Chat- und Benachrichtigungsfunktionenvereinfachem gemeinsames standortunabhängiges Bearbeiten der MIA. Downloadbare Apps für Smartphones ermöglichen in naher Zukunft die GPS-gestützte Geolokalisation der mobil Lernenden. Auch wird es möglich sein, Standort und Aktivität der Mitlernenden auf anderen medialen Plattformen (Multitouchscreens, interaktiven White-Boards etc. anzuzeigen. Gelegentlich macht es Sinn weitere Sensoren und Messgerätekönnen im Kontext des mobilen Lernens mit einzusetzen.
Die beim mobilen Lernen gesammelten Informationen und erstellten Medienkönnen nach Beendigung des Lernspiels mit dem Moles-Creatorbrowserbasiert präsentiert oder aber -in naher Zukunft- via NEMO* weiter verwendet werden.
Eine neue Variante "mobil" bzw. "pervasive" mit Smartphones zu Lernen kann mit dem adaptiven Informationssystem InfoGrid realisiert werden. Durch Fotografieren eines QR-Codes mit dem Mobiltelefon oder durch das Erfassen von Geolokalisationsdaten (AGPS) wird einen Link zum InfoGrid aufbaut. Aud diese Weise wird physisch Erlebbares mit individuell auf den Lernenden zugeschnittenen multimedialen Informationen angereichert.
Der InfoGrid wird (wie auch Moles) an einem PC mit medialer Information bestückt. Während jedoch das Erstellen von "Lerpfaden" mit Moles für das gemeinsames Erarbeiten von Informationen durch die Lernenden optimiert ist, ist das Erstellen von "Lernpfaden" mit dem InfoGrid mit einer Eingabemaske für Mediendateien durch "Experten/Pädagogen" optimiert. Das Abrufen der Informationen im InfoGrid, die auf den jeweiligen Besucher individuell zugeschnitten sind, erfolgt vor Ort (beispielsweise im Museum) durch das Fotografieren von QR-Codes mit mobilen, Web-fähigen Endgeräten (beispielsweise dem iPhone oder Web-Handys von Nokia, Samsung, LG, etc.). Im Freien können ortsbezogene Informationen auch mittels Geolokalisation (A-GPS) abgerufen werden. Hierzu wird allerdings eine Moles-App auf dem Smartphone benötigt. Zurzeit existiert diese lediglich für Smartphones mit einem Android-Betriebssystem.
Weitere Information und Beispiele des Einsatzes sowie Beschreibungen zu Moles (und demnächst auch InfoGrid) finden Sie in den "Offenen Experimentalmodulen für Pädagogen" oder im "Pädagogen-Forum".
Sollten sie Interesse haben, ähnliche Projekte auch an Ihrer Einrichtung (Schule, Jugendclub, Museum, etc.) durchzuführen, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder zu gleichgesinnten Pädagogen über das Pädagogen-Forum. Dieses ermöglicht ihnen einen lebendigen Austausch von Erfahrungen unter den Benutzerinnen und Benutzern von Moles (und aderer Applikationen). Auch werden hier Download und Tutorials bereit gestellt, die Sie bei der Erstellung und Verwendung von Moles-Lernspielen unterstützen.
*NEMO steht für das sich in der Entwicklung befindliche Network Environment for Multmedia Objects. Es ermöglicht den Transfer zwischen und die Bearbeitung von multimedialen Objekten auf unterschiedlichen medialen Plattformen.
Für Anwender unserer Applikationen stellen wir im Lübecker Raum auch unsere Kommunikations- und Lernplattform "Poodle" (eine speziell angepasste Moodle) zur Verfügung.
