KiMM - offene Experimentalmodule
Sitemap | Glossar | Impressum

Moles

1. Einführung - Szenarien

zurück | Übersicht | vorwärts


Im Folgenden werden zunächst mögliche Szenarien und anschließend durchgeführte Unterrichtsprojekte der KiMM-Initiative mit "Moles" und "Mini Moles" vorgestellt.

Architektur in Lübeck

Ist diese Fassade Gothisch oder Neugothisch? Schülerinnen und Schüler einer 10. Jahrgangsstufe möchten sich mit der Architektur in der Lübecker Innenstadt auseinandersetzen.

Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler wird in Kleingruppen eingeteilt. Jede Gruppe beschäftigt sich mit einem Baustil, um die Ergebnisse später zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler wollen die Baustile vor Ort an Gebäuden der Lübecker Innenstadt erkunden. Dazu erstellen sie zunächst in der Schule oder einem Jugendhaus einen MIA am PC mit "Moles" ("Moles for PC" oder "Web Moles"). Den Aufgaben werden zusätzliche Informationen zugewiesen, die besondere Merkmale des Baustils beschreiben oder visualisieren. Diese sollen ihnen außerhalb des Klassenraumes als Informationsquelle dienen.

Der fertige MIA wird auf "Mini Moles for Mobile Phone" auf das Mobiltelefon oder "Mini Moles for PDA" auf einen PDA oder Smart Phone übertragen, bzw. mittels "Web Mini Moles" direkt auf dem Browser eines mobilen Endgeräts geöffnet.

In der Stadt stellen sich die Schülerinnen und Schüler den Fragen und lösen die Aufgaben des MIA auf dem mobilen Endgerät (mit "Mini Moles"), indem sie vor Ort die Informationen mit den sinnlichen Eindrücken vor Ort anreichern bzw. die Fragen auf dem MIA beantworten. Sie fotografieren mit dem mobilen Endgerät oder zeichnen Geräusche auf. Verwenden sie einen PDA , so können sie auch eine digiatale Zkizze direkt auf dem PC zeichnen, verwenden sie ein Mobiltelefon, so können sie eine Skizze auf Papier vor Ort fotografisch digitalisieren. Oder sie sammeln weitere Informationen, in dem sie Messungen vornehmen oder Personen befragen und diese Informationen ebenfalls mit dem mobilen Endgerät digital aufzeichnen.

Die Schülerinnen und Schüler können sich bei der Suche nach spezifischen Gebäuden mit Hilfe einer digitalisierten Karte auf ihrem Gerät orientieren, die sie mittels des PC zuvor in der Schule oder dem Jugendhaus in die MIA kopiert haben. Optional können sie sich auch auf dieser Karte durch die Eingabe von GPS-Koordinaten anzeigen lassen, wo sie sich oder ihre Mitschüler zur Zeit befinden. Bei Nutzung von "Web Mini Moles", "Mini Moles for PDA" oder demnächst auch auf "Mini Moles for Mobil Phone" können sich die Schülerinnen und Schüler auch mobil miteinander Verständigen, mittels einer Chatfunktion bei "Web Mini Moles" und "Mini Moles for PDA" bzw. mittels SMS bei der "Mini Moles for Mobile Phone". Auch kann ein MIA so aufgebaut werden, dass die zu einem Standort gehörende Information in einem der Ordner eines MIA durch ein Passwort gesichert ist und nur vor Ort freigeschaltet werden kann.

Zurück im Klassenraum oder Jugendhaus werden die annotiierten MIA wieder auf "Moles for PC" überspielt bzw. falls mit "Web Mini Moles" gearbeitet wurde, befinden sich die annotierten MIA bereits auf "Web Moles". Jetzt kann mit Moles eine Präsentation erstellt werden, die vor einer größeren Gruppe von Mitschülern oder anderen Interessierten präsentiert und gemeinsam reflektiert wird.

Wetter in Lübeck

Schülerinnen und Schüler einer 7. Jahrgangsstufe behandeln das Thema "Wetter, Witterung und Klima". Sie wollen an verschiedenen Standorten der Lübecker Innenstadt zeitgleich über mehrere Stunden Wetterelemente wahrnehmen, beobachten, messen und dokumentieren.

Der Projekttag soll wie folgt ablaufen: Es gibt fünf Standorte und fünf Gruppen. Jede Gruppe geht zu ihrem zugewiesenen Standort, um dort die Aufgaben mit "Mini Moles" zu bearbeiten. Nach den Messungen verlässt die Gruppe ihren Standort und geht zum nächsten. Die Beobachtungen und Messungen starten zu jeder vollen Stunde insgesamt 5-mal.

Für die Vorbereitung der Exkursion teilt sich die Klasse in fünf Gruppen. Jede Gruppe recherchiert über ein Wetterelement und erstellt dazu Aufgaben für den Projekttag in "Moles". Zusätzlich erstellen einige Schüler gemeinsam mit der Lehrerin Aufgaben zur Weg- und Standortbeschreibung. Die Aufgaben aller Gruppen werden auf einem Computer in "Moles" zusammengefasst (importiert). Daraus wählt die Klasse mit der Lehrerin die besten Aufgaben aus, die dann in einem Arbeitsbogen für den Projekttag zusammengefügt werden.

Für die Durchführung der Exkursion an einem Projekttag werden die Gruppen neu zusammengestellt, so dass in den neuen Gruppen jeweils ein Spezialist für ein bestimmtes Wetterelement ist. Am Ende der Exkursion werden die gesammelten Daten auf den PC übertragen und mit "Moles" zusammengestellt. Die Klasse geht zurück in die erste Gruppeneinteilung nach Wetterelementen. Jede Gruppe fasst die Ergebnisse ihres Wetterelements zusammen, indem sie die Daten zeitlich und örtlich gegenüberstellt. Im Abschluss werden die Erkenntnisse im Klassenraum präsentiert und diskutiert.

Dieses komplexe Szenario wurde im Unterrichtsprojekt "Wetter in Lübeck" (Jg. 7) der KiMM-Initiative durchgeführt.

Empfehlung: Als Einstiegsprojekt ist dieses Szenario sehr aufwändig. Das vorhandene Szenario lässt sich weniger aufwändig gestalten durch die Beschränkung auf wenige Medien, den Verzicht auf einen Wechsel der Gruppen zwischen verschiedenen Orten, die Beschränkung auf wenige Fragen bzw. weniger Wetterelemente.

Im Rahmen der KiMM-Initiative wurden weitere Unterrichtsprojekte mit unterschiedlichen Klassenstufen und in verschiedenen Fächerstufen durchgeführt. Wenn Sie den Links folgen, erfahren Sie mehr zu den Szenarien.

Ein weiteres Szenario wird im Kapitel "Beispielprojekt" ausführlich beschrieben.


zurück | Übersicht | vorwärts

© Marie Glasemann, IMIS, Universität zu Lübeck, 2006