Grundlagen der Animation
4. Programme
Die Erstellung eines Stop-Motion-Films benötigt Software, um Einzelbildaufnahmen zu einer Filmsequenz zu verbinden und diese einzelnen Sequenzen zu einem kompletten Film zu schneiden. Möchte man seinen Film vertonen, wird zusätzlich die Möglichkeit zur Tonaufnahme und -weiterverarbeitung benötigt.
Theoretisch könnte all dies in einem Videoschnittprogramm erledigt werden. Wegen der großen Anzahl an Einzelbildern, die man dann selbst überschauen und handhaben muss, ist davon allerdings abzuraten. Nur bei der bereits erwähnten Photostory, mit relativ wenigen Einzelbildern, ist dies durchführbar.
Stop-Motion
Für die Erstellung der Animationssequenzen wurden in den Projekten der KiMM-Initiative bisher drei Programme eingesetzt:
- Moving Sketch
Die zum kostenlosen Download zu Verfügung stehende Software gibt es in elegantere Form auch als komerziell zu erwerbendes Produkt unter dem Namen PICMO. Hier verweisen wir jedoch auf die kostenfreie Version, mit der bereits Animationen dmit Hilfe digitaler Zeichnung direkt am Computer erzeugt werden können.
- Vision Command
Diese Software aus dem alten LEGO-Mindstorms-Programm verfügt über einfach zu bedienende Stop-Motion-Funktionen.
Nachteile:
- kostenpflichtig
- nur mit einer LEGO-Webcam zu verwenden
- unflexibel
- MonkeyJam
Mit diesem kostenlosen Programm lässt sich jedes als Webcam nutzbare Gerät verwenden, also auch Video- und Photokameras mit entsprechender Funktion. Dies ermöglicht eine bessere Bildqualität. Zudem kann die Videokamera über ihre DV-Verbindung verwendet und eingescannte oder am Computer erzeugte Bilder können importiert werden.
MonkeyJam ist sehr flexibel, da einzelne Bilder aus den Animationssequenzen nachträglich entfernt, ausgetauscht oder nachbearbeitet werden können.
Da man auf jedes einzelne Bild Zugriff hat, sollte Ordnung gehalten werden. Ein Verständnis im Umgang mit Ordnern und Dateien muss daher vorhanden sein, sonst kann es vorkommen, dass einzelne Bilder oder ganze Sequenzen durch versehentliches Löschen oder Überschreiben verloren gehen.
Videoschnitt
Für das Zusammenfügen der einzelnen Animationssequenzen und das Hinzufügen der Tonspuren lässt sich jedes beliebige Videoschnittprogramm verwenden.
Es gibt kostenlose Programme wie den zu Windows XP gehörenden "Movie Maker" von Microsoft, der allerdings in seinen Ausgabemöglichkeiten etwas eingeschränkt ist.
Für wenig Geld ist das sehr einfach zu bedienende Programm "VideoStudio" von Ulead erhältlich, welches schon in einigen Projekten der KiMM-Initiative eingesetzt wurde.
Vertonung
Videoschnittprogramme enthalten in der Regel ausreichende Funktionen zur Aufnahme und Bearbeitung von Audioelementen, mit denen die Animationsfilme vertont werden können.
Sollte dies jedoch nicht ausreichen, ist das kostenlose Programm "Audacity" zu empfehlen, mit dem Dialoge aufgenommen und bearbeitet werden können.


