Mobiles MR-Lernen
1. Einführung
Ob Stadtrallye, Schnitzeljagd, Matherallye, Entdeckungsspiel oder naturwissenschaftliche Beobachtungen, der Bezug zur nicht-digitalen Welt steht beim "Mobilen MR-Lernen" im Vordergrund!
Was bedeutet "Mobiles MR-Lernen"?
Der Begriff des "Mobilen Lernens" (auch: mobiles computerunterstütztes Lernen, M-Learning, mobile Learning) wird in der Fachliteratur aus technischer Sicht als das Lernen unter der Verwendung von tragbaren Computergeräten mit drahtlosen oder drahtgebundenen Datenübertragungstechniken verstanden.[1] Durch mobile Endgeräte (z. B. PDA, Mobiltelefon) wird es möglich, an jedem beliebigen Ort auf Lernmaterialien zuzugreifen (z. B. in der Schulbibliothek, im Schulbus, auf der Parkbank, zu Hause).
Die Umgebung mit mobilen Geräten entdecken
Die didaktischen Gesichtspunkte des "Mobilen Lernens" sind jedoch aus Sicht der KiMM-Initiative viel bedeutender als die technischen. Ein großes Potential von mobilen Technologien ist deren Verwendung in einer lebensnahen Lernumgebung, um situiertes praxisnahes Lernen zu unterstützen. Dieses Modul trägt deshalb den Namen "Mobiles MR-Lernen" (MR = "Mixed-Reality", engl. vermischte Realität). Das bedeutet, dass beim Lernen mit mobilen Endgeräten die digitale Welt immer eng mit der physischen verknüpft wird.
Beim "Mobilen MR-Lernen" lernen Schülerinnen und Schüler ihren Unterricht, der außerhalb des Schulgebäudes stattfindet, selbständig zu planen und zu organisieren. Sie formulieren Fragen an die Welt und nehmen Arbeitsaufgaben mit Hilfe digitaler Medien mit in die Natur oder den urbanen Raum. Das vor Ort mittels digitaler Medien in tatsächlichen Lebenszusammenhängen Erforschte und Erarbeitete wird dann zurück in den Klassenraum gebracht und reflektiert.
Neben dem PC (Desktop-PC oder Notebook) in der Schule verwenden die Schülerinnen und Schüler kleine, mobile Endgeräte, wie etwa PDA, Smartphone, Mobiltelefon, digitale Fotokamera, GPS-Gerät oder Messgerät (z. B. den "RCX oder NXT-Mikrocomputer" von der Firma "LEGO" mit diversen Sensoren).
Digitale Medien sollten nur verwendet werden, wenn ein Mehrwert gegenüber der Nutzung von Papier und Bleistift vorhanden ist. Durch die multimedialen, kommunikationstechnischen und interaktiven Eigenschaften von mobilen Endgeräten bieten sie vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Schule.


